a life less ordinary ?
http://20six.de/a_l_l_o
powered by 20six.de
|
|
Rote Karte
Es ist unschwer zu sehen, dass hier seit geraumer Zeit keine neuen Einträge mehr stehen. Dies hat seinen guten Grund, nämlich die dauerhaft mangelhafte Performance des Bloghosters 20six. An sich wollte ich mir gerne bis Weihnachten anschauen ob es sich bessert, denn so schrecklich wichtig ist es für mich nicht.
Die aktuellen Probleme, die bis hin zu kompromittierbaren Login-Daten reichen, so daß die Blogs hier von beliebigen Leuten manipulierbar werden, bzw. in Einzelfällen offenbar sogar gelöscht wurden, überschreiten jedoch deutlich das, was ich zu akzeptieren bereit bin, und beschleunigen meine Entscheidung.
Einem Support, der sich erst durch weitgehende Abwesenheit, und nach unerträglich langer Zeit dann durch offenbar völlige Fehleinschätzung der Lage auszeichnet, traue ich nicht zu, die technischen Probleme dauerhaft zu lösen.
Dieses blog wird somit, wie angekündigt, verlegt.
Nachtrag: Und zwar zu http://castagir.twoday.net. Die aktuellen Wasserstandsmeldungen aus dem Support, dass 20six die grottenschlechte Blogsoftware von myblog übernehmen will, macht es noch leichter. Es hat eine gewisse Ironie in sich, denn es sind nämlich etliche Blogger genau deshalb seinerzeit von myblog hierher gewechselt, weil deren Software so miserabel war.
castagir
|
|
|
Du bist Deutschland
Ein Azubi und Berufsschüler soll das Tippen im Zehnfingersystem erlernen. Notfalls mit Gewalt. Dass er, nach etlichen Jahren heimischer Computererfahrung, im Zweifingersystem schneller und vermutlich fehlerloser tippt als ein Grobmotoriker, der dazu gezwungen wurde, auf einer bescheurt angeordneten Tastatur, mit zehn Fingern zu schreiben, ist nebensächlich. Denn Lehrpläne sind Ländersache. Und wer unsere Länder regiert, das wissen wir. Typen wie Du und ich, denn wir sind Deutschland.
Es zählt nicht, wie man zu einem Ergebnis gelangt, sondern dass man auf dem vorgeschriebenen Weg dazu gelangt. Zuletzt hinterfragt wurde dieser Weg vermutlich 1893. Damals waren wir auch schon Deutschland.
Es zählt nicht, dass die Mehrzahl der Schüler heute schneller tippen kann als jeder Beamter im Kultusministerium es auf seiner Adler- oder Olympia-Schreibmaschine jemals gekonnt hat. Denn erlernt hat er es auf dem inoffiziellen Weg. Und inoffiziell geht nicht in Deutschland.
Es zählt nicht, dass unsere Schüler zu dämlich zum Rechnen und zu unausgebildet zum Formulieren eines unfallfreien Satzes sind. Hauptsache sie können das, was sie nicht können, fehlerfrei niederschreiben. Aber nur im Zehnfingersystem. Hurra Deutschland.
castagir
(schreibt mit 6 Fingern. Handgestoppte 484 Anschläge. Und würde dem Azubi sofort nen Hunni für den Anwalt spenden, wenn dessen Klage gegen unsere hohlköpfigen Beamtenärsche auch nur die geringste Aussicht auf Erfolg hätte.)
|
|
|
Gelbe Karte
2004: myblog, checked, bestenfalls Frickelsoftware.
2005: 20six, checked, bestenfalls semiprofessionell.
2006: twoday
2007: selber machen
Und wieder ist ein Jahr vorbei. Und wieder macht mein Bloghoster Zicken. Letztes Jahr myblog.de, dieses Jahr 20six.de.
Nun gut, es ist nicht so, dass ich ständig und dauernd etwas zu bloggen hätte. Aber wenn ich das Bedürfnis habe, dann erwarte ich vom einem bloghoster, dass er mir die Möglichkeit dazu gibt. Oder, wenn er es nicht kann, einen Newsletter verschickt ! Sagt mal Ihr Schlafwagenschaffner, wofür habt Ihr eigentlich von jedem Blogbetreiber eine eMail-Adresse ? Druckt Ihr sie Euch aus und klebt Erpresserbriefe daraus ? Oder was tut Ihr Wichtiges damit ?
Noch so'n Ding und ich bin hier weg. Das blog castagir.twoday.net ist schon lange vorbereitet.
Und im Herbst 2006, wenn dann vermutlich twoday.net seine fällige Auszeit nimmt, werd ich auf meiner eigenen Domain entnervt eine blogsoftware installieren. Man muss ja immer einen Plan haben. Hossa.
castagir
|
|
|
Keine nennenswerten Verkehrsbehinderungen
Am Wochenende habe ich mal wieder eine CD meiner Lieblingsband ins Autoradio mitgenommen. Denn wenn ich schon am Wochenende arbeiten muss, und dafür mehrere Stunden auf der Autobahn rumgurke, will ich wenigstens die Musik hören, die mir gefällt. Und das war das neueste Album meiner Lieblingsband: "Tevion CD-R80" heisst sie, und ihr neues Album heisst "14 mal laut bei 320 kbps".
Also schlappte ich, bepackt wie ein Maulesel, den rechten Ringfinger durch die CD geschoben, zum Parkplatz. Einsteigen, Tür zu, knirsch. Das neue Album hatte den ersten Ratscher weg. Egal. Ab damit in die Mittelkonsole und Geronimo Richtung Autobahn.
Angekommen auf einer sonntäglich früh gegen 7 an sich verwaisten Autobahn, jedoch eingekeilt zwischen drei Tiefkühllastern die fröhlich Elefantenrennen spielten, nervte mich der Rundfunktroll alsbald mit einem "auf Bayerns Strassen gibt es zur Zeit keine Verkehrsbehinderungen". Ja nee, is klar. Nur dass das deutsche Transportgewerbe neuerdings alles, vom Kieselstein bis zum Zeppelin, zur verderblichen Ware erklärt und es sonntags in Teifkühllastern über die Autobahnen juckelt.
Aber diese erste gefühlt zehnminütige Zwangspause bei 82km/h gab mir die Gelegenheit mein privates Tonstudio aufzurüsten. Ein Griff in die Mittelkonsole und ... Mist.
Was ich bei der Band Tevion wirklich hasse, ist ihr fehlendes Talent, ihre CDs vernünftig zu beschriften. Egal welches Album Du in die Hand nimmst, auf jedem steht "CD-R80 Recordable", das ist doch dämlich. Und Tevion hat wirklich viele CDs veröffentlicht.
Die erste CD in die Hand genommen, und in den Player geschoben. Aha, das ist also Tevions Coverversion von Queen's Greatest Hits, gut. Aber nicht das was ich hören wollte. Raus damit und in die Türablage. Nächste.
Es gibt ein Gesetz das besagt, dass das gesuchte Teil in einem Stapel ähnlicher Teile frühestens nach Durchsuchen von drei Vierteln des Stapels gefunden wird. Bei CDs ist das anders. Es ist die vorletzte. Immer. Egal wie umfangreich der Stapel ist.
Als meine Türablage also voll und die Mittelkonsole so gut wie leer war, und ich gelernt hatte, dass Tevion im Lauf der Zeit so gut wie alle bekannten Hit Alben der Welt gecovert haben muss, hatte ich das richtige Album gefunden. Song 1 stellte mir die Haare auf. In der Zwischenzeit hatten die Tiefkühllaster ihr Match ausgetragen, und die Bahn war frei. Und es gibts wenig schöneres, als nicht singen zu können, aber bei 230 Sachen auf der Bahn ungehemmt und furchtbar laut singen zu dürfen.
"Frrrrrt Krncks !!"
Eine Millisekunde später fand ich mich mit protestierenden Herzklappen auf der Standspur wieder. Mist! Der Ratscher in der CD war wohl doch zuviel für das Business CD Radio, auch wenn das normalerweise fast alles ausbügelt, was man einer CD antun kann. Weiterschalten, Song 2.
"Frrrrrt Krncks !!"
Ok, es war also wirklich was gröberes. Der naheliegende Gedanke war, die CD aus dem Player zu nehmen und was anderes zu hören. Aber hier kam die böswillige Intelligenz der Bayerischen Motorenwerke ins Spiel.
Denn die haben einen absolut genialen Trick entwickelt um dem Autofahrer die Zeit zu verkürzen und seine Aufmerksamkeit zu erhalten. Nicht nur, dass sie in ihre Radios ein Verfallsdatum einbauen, das dafür sorgt, dass man nach drei Jahren ein neues braucht, nein, das können Blaupunkt und Konsorten genauso. Die Jungs von BMW haben noch was viel besseres erfunden. Wenn eine CD so richtig im Eimer ist, dann geben sie sie nicht mehr her. Vermutlich damit man sie nicht versehentlich wieder zu den guten Scheiben packt.
Ich drückte den Auswurfknopf durch bis in den Motorraum, das Mistding kam nicht raus, und die Technik versuchte nach wie vor, wild schrubbend Töne von der Silberscheibe zu kratzen.
"Frrrrrt Krncks !!" Der Lärm steigerte sich ins Unerträgliche.
Nun ist es aber so, dass man ein Business CD Radio nicht einfach aus- und wieder einschalten kann, damit es alles vergisst, und einem die vergurkte Silberscheibe ungnädig in den Fussraum spuckt. Nein, dafür muss man die Zündung ausmachen, was bei Geschwindigkeiten jenseits von 200 nur etwas für wirklich hartgesottene Holländer ist.
Ungefähr 5km weiter gab ich es auf. Zwar hatte ich das kleine Notauswurf-Loch im Radio aus dem Augenwinkel gesehen, mit dessen Hilfe und unter Benutzung eines Kugelschreibers man eine CD aus dem Laufwerk zwangsentfernen kann, aber auch das erschien mir nicht wirklich praktikabel, ich hatte so schon die letzten Kilometer kaum noch auf die Strasse geschaut, und meine Augen waren angesichts der unchristlichen Uhrzeit ohnehin noch zu drei Vierteln geschlossen.
Mit einem tiefen Seufzer schaltete ich um auf Radiobetrieb. Die Backstreet Boys dudelten mir "Incomplete" ins Ohr. Na prima. Gibts das auch in leise ? Ein Griff und die Strichercombo war nicht mehr viel lauter als der Fahrtwind.
I've tried to go no like I never knew you
I'm awake but my world is half asleep
Das CD-Laufwerk schrammelte noch immer fröhlich aber erfolglos auf der kaputten CD herum, auch leichte Faustschläge gegen das Armaturenbrett brachten es nicht davon ab.
I've tried to go no like I never knew you
I'm awake but my world is half asleep
Das Geschrammel des Laufwerks veränderte sich, es wurde leiser.
Zum dritten mal tropfte der Chorus leise aus den Lautsprechern ...
I've tried to go no like I never knew you
I'm awake but my world is half asleep
... als plötzlich, mit infernalischer Lautstärke Bon Jovi dazwischen krähte:
HAVE A NICE DAHAHAY!
Und erneut fand ich mich auf der Standspur wieder, und das Adrenalin tropfte mir aus den Haaren. Wie gut, dass mein Business CD Radio noch ein weiteres Feature hat ... es merkt sich die letzte Lautstärke des CD-Players ...
Und der Rundfunktroll erklärte mir erneut: "Zur Zeit gibt es auf Bayerns Strassen keine nennenswerten Verkehrsbehinderungen" ... na wenn er meint...
castagir
|
|
|
Cold Call Center
Wer kennt sie nicht, die Anrufe am Wochenende oder abends, wo einem Studenten und Hausfrauen irgendwelchen Scheiss verkaufen wollen.
Meistens hab ich ja sofort aufgelegt. Aber wenn ich bös drauf war und telefonieren wollte, hatte ich immer ein Gegenwehrskript zur Hand, um diese Terroristen durch dumme Zwischenfragen aus ihrem abgelesenen Konzept zu bringen.
Blöderweise hab ich das Skript bei einer der allfälligen Neuinstallationen meiner Rechner verschlampt. Aber hier ist zumindest ein Abklatsch davon:
Callcenter
Mein nächstes Ziel ist es, bis zur Zahnpastafrage zu kommen.
castagir
|
|
|
Projektstatusmeldungen in Geekland
Wann immer es brennt, wird es stressig. Den grade aktuellen Hitzegrad kann man ermitteln an der Anzahl der eMails, die nach dem Projektstatus fragen geteilt durch die Anzahl der Geschäftsführer.
Den eigenen Stresslevel kann man ermitteln indem man das vorige Ergebnis mit der Anzahl Projekte multipliziert. Mein Stresslevel liegt bei 42. Grob geschätzt.
Dies hat zur Folge dass meine Statusberichte zunehmend kürzer ausfallen und sich auf das Notwendige beschränken.
Jeder in Geekland kennt folgenden, immer geltenden Projektstatus:
SNAFU - Situation Normal, All Fucked Up.
Manchmal wird auch folgender Status gemeldet:
FUBAR - Fucked Up Beyond All Recognition.
Einige Statusmails später fand ich es aber angebracht, diese zu variieren. Und deshalb hier für alle Geeks in Geekland die Liste der weiteren Projektzustände:
SUSFU - Situation Unchanged, Still Fucked Up.
FUMTU - Fucked Up More Than Usual.
FUBB - Fucked Up Beyond Belief.
TARFUST - Things Are Really Fucked Up This Time.
TUIFU - The Ultimate In Fuck Ups.
JETFU - Joint Expert Team Fuck Up.
In der Messevorbereitung wird diese Liste noch ergänzt durch:
ESTFU - Exhibition Sample Totally Fucked Up.
castagir
|
|
|
Bescheuerte Fernsehwerbung - Apollo-Optik
1971. Ein pickliger Typ in einem Vertreteranzug setzt einer Soziologiestudentin eine Brille Modell Oberlehrerin auf die Nase.
1982. Ein Typ in einem Vertreteranzug setzt der abgebrochenen Soziologiestudentin eine Brille Modell Blindmacher auf die Nase. Die Pickel hat er gegen einen Schnauzbart Modell Tropfenfänger getauscht.
1995. Ein Typ in einem Vertreteranzug setzt irgendwem eine Brille Modell Glasbaustein auf die Nase. Sie passt perfekt zu seinem mittlerweile ergrauten Schnauzbart. Und zu seinem Anzug.
"Und weil wir so lange für Sie da waren, blablabla .... jetzt jede Fassung nur 1 Euro (*)."
1 Euro Sternchen. In pastellblau auf weiss. Und darunter eine Zeile Pixelbrei, ebenfalls in pastellblau auf weiss. Wo vermutlich steht, was das Sternchen bedeutet. Und zwar genau eine Sekunde lang. Hallo ? Erde an Marketing-Planet .. jemand zuhause ?
Es wäre natürlich völlig verkehrt jetzt anzunehmen, die Marketing-Verantwortlichen bei Apollo-Optik wären vollkommen bescheuert. Oder farbenblind. Oder beides. Nein, sowas muss man natürlich weit von sich weisen. Und jeder, der einen Apollo-Optik-Marketing-Verantwortlichen für bescheuert halten oder so bezeichnen könnte, sollte sofort gesteinigt werden. Auch wenn er nicht Jehova gesagt hat. Denn die Apollo-Optik-Marketing-Verantwortlichen haben sich dabei bestimmt etwas gedacht. Sie müssen sich etwas dabei gedacht haben. Bitte mach jemand, dass sie sich ein ganz kleines bisschen dabei gedacht haben, sie kriegen immerhin eine Menge Geld für diesen Mist !
Also ich bin mir ja mittlerweile sicher, es handelt sich eigentlich um ein Preisausschreiben. Und wer als erster errät, was der Pixelbrei mit dem Sternchen zu bedeuten hat, der gewinnt so viele Brillenetuis, wie er tragen kann. Alternativ so viele Vertreteranzüge, wie man im Laden vorrätig hat, wahlweise mit oder ohne Schnauzbartträger.
Als passionierter Brillenetuisammler möchte ich hiermit meine Vorschläge einreichen, was die kleingeschriebene Zeile mit dem Sterchen wohl heissen könnte:
Jede Fassung nur 1 Euro ... für alle 95-Jährigen in Begleitung ihrer Eltern.
Jede Fassung nur 1 Euro ... für alle Soziolgiestudentinnen.
Jede Fassung nur 1 Euro ... für alle Modelle aus den Kollektionen von 1971, 1982 und 1995. Alle anderen kosten 50 cent.
Jede Fassung nur 1 Euro ... für alle die mit am Fernseher plattgedrückter Nase eins unserer Geschäfte heimsuchen.
Jede Fassung nur 1 Euro ... für jeden, der den Typen im Vertreteranzug, den er 1971 bei uns vergessen hat, endlich wieder mit nach Hause nimmt.
castagir
|
|
|
[eine Seite weiter]
|